Automobilcorps


Der erste Weltkrieg

Trageweise der Dolche


Die Trageart des Automobil-Corps-Dolches war generell akzeptiert für militärische und auch zivile Blankwaffen dieser Zeit. Der Hirschfänger, Modell 1906, wie er in diesem Artikel abgebildet ist, wurde von einer Koppelschlaufe auf der linken Seite mit einem Lederhänger, der an den zwei Trageringen der Hirschfängerscheide angebracht war, befestigt, sodass die Waffe horizontal getragen werden konnte. Diese Waffe war ziemlich groß und ein wenig unkomfortabel, um sie längere Zeit zu tragen.

Die späteren 45 cm langen Dolche wurden weiterhin auf der linken Seite getragen, allerdings auf drei verschiedene Arten. Diese Dolche waren alle privat beschaffte Stücke, sodass die Trageart durch den Käufer bestimmt werden konnte und sich auswirkte bei der Wahl des oberen Scheidenbeschlages.

Die Dolche, die mit einem Koppelschuhtragehaken versehen waren, wurden auf zwei Arten getragen.

Wie in der Vorschrift beschrieben, konnten die Dolche durch einen kleinen Schlitz in der Uniform oberhalb der linken Uniformtasche gesteckt werden. Wenn sie in dieser Art getragen wurden, war die Parierstange und der Griff des Dolches sichtbar, ebenfalls ein kleiner Teil des unteren Scheidenbeschlages, der unter dem Uniformrock herausschaute. Das Gewicht dieser Waffe wurde gehalten durch ein Schulterband, das quer über die Schulter unterhalb der Uniform getragen wurde.

Die zweite Trageart war ein brauner Koppeltrageschuh, gehalten von einer Koppelschlaufe wie für ein Bajonett. Der Koppeltrageschuh, der an dem Feldkoppel getragen wurde, war mit einem V-förmigen Schlitz versehen, um den Haken für den Koppeltrageschuh dort einzuhängen. Die Tiefe dieses Schlitzes sicherte eine korrekte Tragehöhe für den Dolch. Diese Art des Tragens wurde von vielen Mitgliedern des Kaiserlichen Automobil-Corps bevorzugt.

Andere Mitglieder wiederum hatten am oberen Scheidenbeschlag einen Koppelhaken sowie einen Ring für das horizontale Tragen des Dolches an einem Gehängeband. Dies gab den Trägern beide Möglichkeiten zum Führen der Waffe. Wenn der Dolch horizontal getragen wurde, war er von einem Lederhänger gehalten. Dieser Hänger hat einen D-Ring, welcher eingeschnappt in den Koppeltragering war. Das Ende dieses Lederhängers wiederum hatte einen Schnappverschlusshaken, der in den Tragering des Dolches eingehängt wurde. Das Trageband hatte ebenfalls eine kleine Lederschließe im unteren Drittel, die es ermöglichte, die Tragehöhe ein wenig der Größe des Trägers anzupassen. Diese Tragebänder sind extrem selten und kaum irgendwo anzutreffen. Es ist durchaus möglich, dass einige dieser Gehänge mit einem Sicherungshaken versehen waren, wie wir es von Marinegehängen her kennen. Vermutlich gab es diese Ledergehänge auch ohne den unteren Schnappverschluss. In diesem Fall musste die kleine Schließe dafür verwendet werden, das Ledergehänge in den Ring des oberen Scheidenbeschlages einzuhängen.

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Das Deutsche Kaiserliche Automobilcorps und seine Dolche - By Vic Diehl and H.Hampe