Automobilcorps


Der erste Weltkrieg

Übernahme in die Kraftfahrtruppen


„Militärfahrschein“ II. Klasse. Zugfahrkarte für einen Angehörigen des Kaiserlichen Kraftfahr-Korps. Der Ku­rierdienst hatte die Aufgabe, Nachrichten und vor allem Dokumente zu überbringen. Interessant ist der offizielle Stempel des Kaiserlichen Kraftfahr-Korps...
Sammlung Victor Diehl


Die Stellung der Mitglieder des Kaiserlichen Freiwilligen Automobil-Corps konnte man zu Beginn des Krieges mit einer Art Dienstvertrag vergleichen. Gegen Bezahlung, deren Höhe bei der Mitgliederversammlung in Charleville am 25. Februar 1915 so ausführlich diskutiert wurde, dass dieses einen großen Teil der Sitzungszeit beanspruchte – und das mitten im Kriege –, dienten die Mitglieder ihrem Vaterland. Ein anachronistischer und in Zeiten allgemeiner Mobilmachung und dem Einsatz von Massenheeren nicht nur rechtlich unhaltbarer Zustand.

Mit dem Fortschreiten des Krieges wurde der ehemals elitäre Herrenclub KFAC, insbesondere nach dem Aufrufen des Landsturmes im Jahre 1915, mit Allgemeiner Kabinettsorder vom 6. Juli 1916, in das eher gewöhnlichere Kaiserliche Kraftfahr-Korps (K.Kf.K) übernommen, eine reine Militäreinheit [12].
Das Kraftfahr-Korps nahm auch die Mitglieder des Königlich Sächsischen Freiwilligen Automobil-Corps auf.

Der Krieg der Massenheere hatte nun auch endgültig dieses Refugium vergangener, glanzvollerer Zeiten erreicht. Mit dem Übertritt in das Kraftfahr-Korps endete im Grunde die herausgehobene Stellung der Herrenfahrer aus der Vorkriegszeit.


[12] Preussisches Kriegsministerium Nr. 1100/16 geh. A7V. KA Mü,Mkr 1531, Prod.45-47
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Das Deutsche Kaiserliche Automobilcorps und seine Dolche - By Vic Diehl and H.Hampe